Assistent/in Gesundheit & Soziales EBA oder Pflegehelfer/in SRK 80-100%
BS · Riehen · Wendelin Pflegeheim
Berufslexikon
Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales EBA unterstützen Menschen aller Altersstufen, die im Alltag auf Hilfe angewiesen sind, bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken sowie bei Haushalts- und Alltagsaufgaben. Sie arbeiten in einem Pflege- oder Betreuungsteam und übernehmen dabei einfachere, klar umschriebene Aufgaben unter der Anleitung von Fachpersonen. Der Beruf eignet sich für Menschen, die gerne mit anderen zusammenarbeiten, praktisch veranlagt sind und Freude daran haben, andere in ihrem Alltag zu begleiten. Die zweijährige Ausbildung mit eidgenössischem Berufsattest ist ein niederschwelliger Einstieg ins Gesundheits- und Sozialwesen und eröffnet später den Weg zu einer verkürzten Ausbildung als Fachperson Gesundheit EFZ oder Fachperson Betreuung EFZ.
Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales begleiten Klientinnen und Klienten jeden Alters im Alltag und übernehmen dabei einfachere Betreuungs- und Pflegeaufgaben in Assistenzfunktion. Sie unterstützen beim An- und Ausziehen, bei der Körperpflege sowie beim Essen und Trinken und achten dabei auf die Würde und Selbstbestimmung der betreuten Personen. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Messen von Gewicht, Temperatur und Puls sowie das Beobachten und Melden von Veränderungen im Gesundheitszustand. Daneben erledigen sie hauswirtschaftliche Arbeiten, begleiten Menschen zu Terminen oder auf Spaziergängen und unterstützen bei einfachen administrativen Aufgaben. Sie arbeiten eng mit Fachpersonen Gesundheit, Fachpersonen Betreuung und weiteren Berufsgruppen zusammen und halten sich strikt an die geltenden Hygienevorschriften.
Frühdienst · Alters- und Pflegeheim
Hinweis: Der dargestellte Tagesablauf ist ein Beispiel und dient zur Orientierung. Je nach Institution, Einsatzbereich und konkreter Situation kann der tatsächliche Arbeitsalltag davon abweichen.
Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales arbeiten häufig im Schichtbetrieb mit Früh-, Spät- und teilweise Nachtdiensten, da Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens rund um die Uhr besetzt sein müssen. Je nach Arbeitsort sind auch Einsätze an Wochenenden und Feiertagen üblich. Teilzeitpensen sind in vielen Betrieben möglich und werden besonders in der Langzeitpflege und Spitex häufig angeboten. Die genaue Arbeitszeitregelung richtet sich nach dem Personalreglement oder Gesamtarbeitsvertrag des jeweiligen Arbeitgebers.
Der Lohn einer Assistenzperson Gesundheit und Soziales hängt von der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber und dem Kanton ab. Die folgende Tabelle zeigt typische Bruttolöhne pro Monat.
| Stufe | Bruttolohn |
|---|---|
| Ausbildung | CHF 750-1'030 brutto pro Monat |
| Berufseinstieg | CHF 3'900-4'300 brutto pro Monat |
| Mit einigen Jahren Berufserfahrung | CHF 4'300-5'000 brutto pro Monat |
| In Spezial- oder Führungsfunktion | CHF 5'000-5'800 brutto pro Monat |
Je nach Arbeitgeber und Einsatzort kommen zum Grundlohn zusätzliche Zulagen dazu, insbesondere für:
Die genannten Werte sind Richtwerte und können je nach Arbeitgeber, Kanton und Gesamtarbeitsvertrag abweichen.
Der Arbeitgeber stellt Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales in der Regel die Berufskleidung, meist bestehend aus praktischen Hosen und Kasacks oder Kitteln in institutionsspezifischer Farbe. Das Material muss strapazierfähig, atmungsaktiv und bei hohen Temperaturen waschbar sein, damit die Hygienevorschriften eingehalten werden können. Für Tätigkeiten in der direkten Pflege und Betreuung kommen zusätzlich Einweghandschuhe und je nach Situation Schutzschürzen zum Einsatz. Rutschfeste, geschlossene Schuhe gehören ebenfalls zur Grundausstattung, da während der Schicht viel gestanden und gegangen wird. Eigene Kleidung wird während der Arbeit in Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens meist nicht getragen.
Die Ausbildung zur Assistenzperson Gesundheit und Soziales dauert zwei Jahre und schliesst mit dem eidgenössischen Berufsattest EBA ab. Sie findet an drei Lernorten statt: im Lehrbetrieb, an der Berufsfachschule und in überbetrieblichen Kursen. Der Unterricht an der Berufsfachschule umfasst rund 720 Lektionen, die überbetrieblichen Kurse finden an 23 bis 25 Kurstagen während der ersten anderthalb Ausbildungsjahre statt. Erwachsene können den Abschluss auch über das Nachholverfahren nach Art. 32 BBV oder über ein Validierungsverfahren erlangen, bei dem bereits vorhandene Kompetenzen anerkannt werden.
Die Nachfrage nach Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales ist wegen des anhaltenden Fachkräftemangels im Gesundheits- und Sozialwesen seit Jahren hoch, insbesondere in der Langzeitpflege und Betreuung.
BS · Riehen · Wendelin Pflegeheim
LU · Schüpfheim · SSBL Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben
LU · Hitzkirch · SSBL Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben
Der Zugang zur Ausbildung erfolgt nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit über eine Bewerbung bei einem Lehrbetrieb, beispielsweise einem Alters- und Pflegeheim, einem Spital oder einer Institution für Menschen mit Beeinträchtigung. Ein Vorpraktikum oder eine Schnupperlehre hilft dabei, den Beruf und den passenden Betrieb kennenzulernen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit Unterricht an der Berufsfachschule sowie überbetrieblichen Kursen. Am Ende steht das Qualifikationsverfahren mit einer individuellen praktischen Arbeit, einer schriftlichen Prüfung der Berufskenntnisse und der Erfahrungsnote aus Betrieb und Schule. Erwachsene mit Berufserfahrung im Gesundheits- und Sozialwesen können den Abschluss teilweise auch über ein Validierungsverfahren erlangen.
AG · Rheinfelden · GZF Gesundheitszentrum Fricktal
Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales arbeiten vor allem in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern und Kliniken sowie in Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung. Auch die Spitex und weitere ambulante Betreuungsangebote beschäftigen Berufsleute in diesem Bereich, insbesondere für Einsätze bei Klientinnen und Klienten zu Hause.
Nach der Ausbildung steht Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales vor allem der Weg über eine verkürzte Grundbildung offen, eigene Berufs- oder höhere Fachprüfungen gibt es für diesen Beruf nicht. Wer sich weiterentwickeln möchte, steigt bei entsprechender Eignung meist direkt ins zweite Lehrjahr einer EFZ-Ausbildung ein.
Bei guter Eignung ist der direkte Einstieg ins zweite Lehrjahr der dreijährigen Ausbildung zur Fachperson Gesundheit EFZ möglich, wodurch sich die Zusatzausbildung auf zwei Jahre verkürzt.
Ebenso kann die Ausbildung zur Fachperson Betreuung EFZ verkürzt absolviert werden, was den Einstieg in stärker betreuungsorientierte Tätigkeitsfelder ermöglicht.
Fachschulen, Berufsverbände und einzelne Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens bieten praxisnahe Weiterbildungskurse an, etwa zu Demenzbetreuung, Palliative Care oder hauswirtschaftlichen Spezialaufgaben.
Ja, Erwachsene können den Abschluss über das Nachholverfahren nach Art. 32 BBV oder über ein Validierungsverfahren erlangen, bei dem bereits vorhandene Berufserfahrung angerechnet wird.
Gemäss Lohnempfehlungen der Branche liegt der Ausbildungslohn im ersten Lehrjahr bei rund CHF 750-820 und im zweiten Lehrjahr bei rund CHF 990-1'030 pro Monat, wobei die Beträge je nach Betrieb variieren.
Ja, bei entsprechender Eignung ist der Einstieg direkt ins zweite Lehrjahr der dreijährigen EFZ-Ausbildung möglich, sodass sich die Zusatzausbildung auf zwei Jahre verkürzt.
Nein, für diesen Beruf bestehen keine eigenen Berufs- oder höheren Fachprüfungen. Wer sich weiterentwickeln möchte, wählt in der Regel den Weg über eine EFZ-Ausbildung.
Die praktische Ausbildung findet meist in Alters- und Pflegeheimen, Spitälern, psychiatrischen Kliniken, Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigung oder in der Spitex statt.