Dipl. Biomedizinische:r Analytiker:in HF oder Biomedizinische:r Labordiagnostiker:in
BE · Thun · Spital STS AG
Biomedizinische Analytikerinnen und Analytiker HF untersuchen in medizinischen Laboratorien Proben von Blut, Gewebe und anderen Körperflüssigkeiten und liefern damit wichtige Grundlagen für Diagnosen, Therapien und die Überwachung von Behandlungen. Mit hochmodernen Analysegeräten bestimmen sie Blutwerte, Blutgruppen, Erreger und weitere Substanzen und dokumentieren die Resultate sorgfältig. Der Beruf verbindet naturwissenschaftliches Interesse mit technischem Verständnis und grosser Genauigkeit, da die Ergebnisse direkten Einfluss auf medizinische Entscheidungen haben. Er eignet sich für Personen, die gerne selbstständig und verantwortungsbewusst arbeiten und sich für Biologie, Chemie und moderne Labortechnik begeistern.
Fachpersonen biomedizinische Analytik HF untersuchen Körperflüssigkeiten, Zellen und Gewebe mit computergesteuerten Hightech-Geräten sowie von Hand unter dem Mikroskop. Sie führen Blutentnahmen durch, bereiten Proben für die Analyse vor und prüfen deren Tauglichkeit, bevor sie Messungen präzise und sicher durchführen. Zu ihrem Arbeitsfeld gehören unter anderem die Hämatologie, die Transfusionsmedizin, die klinische Chemie sowie die Mikrobiologie. Sie führen zudem Qualitätskontrollen durch, dokumentieren ihre Resultate sorgfältig und stellen diese den behandelnden Ärztinnen und Ärzten in kurzer Zeit zur Verfügung. Da Laborresultate massgeblich zur Diagnosestellung beitragen, tragen sie eine hohe Verantwortung für die Korrektheit ihrer Arbeit.
Frühdienst · Spitallabor
Hinweis: Der dargestellte Tagesablauf ist ein Beispiel und dient zur Orientierung. Je nach Institution, Einsatzbereich und konkreter Situation kann der tatsächliche Arbeitsalltag davon abweichen.
Fachpersonen biomedizinische Analytik HF arbeiten je nach Institution im Schichtbetrieb mit Früh- und Spätdiensten, teilweise ergänzt durch Pikettdienst am Wochenende. In grösseren Spitallaboratorien mit 24-Stunden-Betrieb kommen auch Wochenend- und vereinzelt Nachtdienste vor, während kleinere Privatlabors meist auf reguläre Tagesarbeitszeiten setzen. Teilzeitarbeit ist in der Branche verbreitet und wird von vielen Arbeitgebenden angeboten. Die Wochenarbeitszeit liegt üblicherweise bei 41 bis 42 Stunden, wobei unregelmässige Einsätze mit Zuschlägen abgegolten werden.
Der Lohn einer Fachperson biomedizinische Analytik HF hängt von Berufserfahrung, Institution, Kanton sowie einer allfälligen Spezialisierung oder Führungsfunktion ab. Die folgende Tabelle zeigt typische Bruttolöhne pro Monat.
| Stufe | Bruttolohn |
|---|---|
| Ausbildung | CHF 800-1'400 brutto pro Monat |
| Berufseinstieg | CHF 5'200-5'800 brutto pro Monat |
| Mit einigen Jahren Berufserfahrung | CHF 6'300-7'200 brutto pro Monat |
| In Spezial- oder Führungsfunktion | CHF 7'800-9'500 brutto pro Monat |
Zusätzlich zum Grundlohn sind je nach Institution und Gesamtarbeitsvertrag folgende Zulagen üblich, insbesondere für:
Die Angaben sind Richtwerte und können je nach Arbeitgeber, Kanton und Gesamtarbeitsvertrag GAV abweichen.
Die Institution stellt Laborkittel, Schutzbrillen und Handschuhe zur Verfügung, um die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften im Labor einzuhalten. Der Laborkittel schützt die eigene Kleidung vor Kontakt mit Blut, Chemikalien und anderen biologischen Proben und wird regelmässig gewechselt und fachgerecht gereinigt. In bestimmten Arbeitsbereichen, etwa in der Mikrobiologie oder beim Umgang mit potenziell infektiösem Material, kommt zusätzliche Schutzausrüstung wie Einweghandschuhe oder Mundschutz zum Einsatz. Geschlossenes, rutschfestes Schuhwerk ist im Laboralltag ebenfalls Pflicht.
Die Ausbildung zur Fachperson biomedizinische Analytik HF dauert in der Regel 3 Jahre und wird als duales Vollzeitstudium an einer Höheren Fachschule absolviert, wobei sich Schul- und Praktikumsphasen abwechseln. Mit einem Abschluss als Laborantin oder Laborant EFZ Fachrichtung Biologie ist ein verkürzter Bildungsgang von 2 Jahren möglich. Die Ausbildung endet mit einer Diplomarbeit sowie einer mündlichen Prüfung und führt zum eidgenössisch anerkannten Titel dipl. Biomedizinische Analytikerin HF beziehungsweise dipl. Biomedizinischer Analytiker HF.
Fachpersonen biomedizinische Analytik HF sind auf dem Arbeitsmarkt gesucht, da schweizweit ein Mangel an qualifizierten Laborfachpersonen besteht, was Berufseinsteigenden gute Anstellungschancen bietet.
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Der Zugang zur Höheren Fachschule erfolgt über eine abgeschlossene Sekundarstufe II, etwa eine gymnasiale Maturität, einen Fachmittelschulausweis oder ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ, idealerweise als Laborantin oder Laborant Fachrichtung Biologie. Vor der Zulassung müssen Bewerbende ein Eignungsverfahren bestehen, das je nach Bildungsanbieter unterschiedlich ausgestaltet ist. Die Ausbildung selbst dauert 3 Jahre in Vollzeit und gliedert sich in alternierende Schul- und Praxisphasen mit einem hohen praktischen Anteil in Partnerlaboratorien. Wer bereits eine Ausbildung als Laborantin oder Laborant EFZ Fachrichtung Biologie mitbringt, kann die Ausbildung in der Regel in 2 Jahren absolvieren.
Fachpersonen biomedizinische Analytik HF finden Anstellungen in Spitallaboratorien, in privaten und universitären Forschungslaboratorien sowie in Blutspendezentren und Arztpraxen. Weitere Einsatzfelder liegen in der Industrie, der Pharmabranche, der Forensik und der Berufsbildung.
Der Beruf bietet vielfältige Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten, die von fachlicher Vertiefung bis zu Führungsaufgaben reichen. Je nach persönlichem Interesse kann eine Vertiefung im Labor, eine Führungslaufbahn oder ein weiterführendes Studium angestrebt werden.
Vertiefung in einem Fachbereich wie Hämatologie, Mikrobiologie, Zytologie oder Transfusionsmedizin, etwa über die Höhere Fachprüfung Experte/Expertin für Zytodiagnostik.
Mit der Höheren Fachprüfung zum Experten oder zur Expertin in biomedizinischer Analytik und Labormanagement qualifizieren sich Berufsleute für die Leitung eines medizinischen Labors.
Ein Bachelorstudium, zum Beispiel in Life Sciences, Biotechnologie oder Chemie, ist teilweise mit verkürzter Studiendauer möglich und eröffnet den Zugang zu Forschung und Entwicklung.
Mit einem eidgenössischen Fachausweis als Ausbilderin oder Ausbilder können erfahrene Fachpersonen Studierende in der Praxis begleiten oder an Bildungsinstitutionen unterrichten.
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre in Vollzeit. Mit einem Abschluss als Laborantin oder Laborant EFZ Fachrichtung Biologie ist ein verkürzter Bildungsgang von 2 Jahren möglich.
Zugelassen wird, wer die Sekundarstufe II abgeschlossen hat, zum Beispiel mit gymnasialer Maturität, Fachmittelschulausweis oder EFZ, und das Eignungsverfahren der jeweiligen Höheren Fachschule besteht.
Der Lohn liegt beim Berufseinstieg bei rund CHF 5'200-5'800 brutto pro Monat und steigt mit Berufserfahrung sowie in Führungs- oder Spezialfunktionen deutlich an.
Ja, insbesondere ein EFZ als Laborantin oder Laborant Fachrichtung Biologie erleichtert den Einstieg und ermöglicht einen verkürzten Bildungsgang von 2 Jahren.
Je nach Institution und Grösse des Labors sind Schichtarbeit, Pikettdienst oder Wochenendarbeit üblich, während kleinere Privatlabors oft reguläre Bürozeiten anbieten.