Expertin / Experten Notfallpflege NDS HF 80 - 100 % (m/w)
ZG · Baar · Zuger Kantonsspital AG
Als Expertin oder Experte Notfallpflege NDS HF übernehmen Sie die fachkompetente Erstbeurteilung, Triage und Betreuung von Menschen aller Altersgruppen, die mit Verletzungen oder akuten Erkrankungen auf eine Notfallstation eingeliefert werden. Sie erkennen lebensbedrohliche Situationen frühzeitig und leiten selbstständig pflegerische und medizintechnische Sofortmassnahmen ein, oft noch bevor eine ärztliche Diagnose vorliegt. Der Beruf baut auf einer abgeschlossenen Ausbildung als Pflegefachperson HF oder FH auf und wird als berufsbegleitendes Nachdiplomstudium absolviert. Er eignet sich für Pflegefachpersonen, die belastbar sind, rasch und überlegt handeln und sich für den dynamischen, oft unvorhersehbaren Alltag einer Notfallstation begeistern.
Expertinnen und Experten Notfallpflege NDS HF betreuen und pflegen Menschen aller Altersgruppen, die mit Verletzungen oder akuten Erkrankungen unterschiedlichster Schweregrade auf eine Notfallstation eingeliefert werden. Sie übernehmen die Erstbeurteilung und legen mit standardisierten Triage-Instrumenten fest, wie dringend eine Behandlung ist und in welcher Reihenfolge die Patientinnen und Patienten versorgt werden. Oft leiten sie bereits erste pflegerische und medizintechnische Massnahmen ein, bevor eine ärztliche Diagnose vorliegt, und handeln dabei selbstständig im Rahmen ihrer erweiterten fachlichen Kompetenzen. Sie begleiten die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige vom Eintritt bis zur Verlegung oder zum Austritt und arbeiten eng mit Ärztinnen, Ärzten sowie weiteren Fachpersonen aus Rettungsdienst, Radiologie oder Labor zusammen. Daneben gehören auch administrative Aufgaben wie die Dokumentation der Pflegeleistungen und die Mitarbeit in der Qualitätsentwicklung zu ihrem Alltag.
Frühdienst · Notfallstation eines Akutspitals
Hinweis: Der dargestellte Tagesablauf ist ein Beispiel und dient zur Orientierung. Je nach Institution, Einsatzbereich und konkreter Situation kann der tatsächliche Arbeitsalltag davon abweichen.
Auf der Notfallstation wird im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet, meist im Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtdiensten sowie Einsätzen an Wochenenden und Feiertagen. Die Arbeitszeiten richten sich nach dem tatsächlichen Patientenaufkommen und können sich kurzfristig verschieben, da sich Notfälle nicht planen lassen. Viele Institutionen bieten Teilzeitpensen zwischen 60 und 100 Prozent an, wodurch sich Beruf, Familie oder eine weitere Ausbildung besser vereinbaren lassen. In manchen Spitälern kommen zusätzlich zum regulären Schichtplan Pikettdienste zum Einsatz, damit auch bei unerwartet hohem Andrang rasch reagiert werden kann.
Der Lohn als Expertin oder Experte Notfallpflege NDS HF hängt von der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber, dem Kanton sowie einer allfälligen Spezial- oder Führungsfunktion ab. Die folgende Übersicht zeigt typische Bruttolöhne pro Monat auf den verschiedenen Erfahrungsstufen.
| Stufe | Bruttolohn |
|---|---|
| Ausbildung | CHF 5'800-6'800 brutto pro Monat |
| Berufseinstieg | CHF 6'500-7'200 brutto pro Monat |
| Mit einigen Jahren Berufserfahrung | CHF 7'200-8'200 brutto pro Monat |
| In Spezial- oder Führungsfunktion | CHF 8'200-9'500 brutto pro Monat |
Neben dem Grundlohn erhalten Expertinnen und Experten Notfallpflege häufig Zulagen für unregelmässige und belastende Arbeitszeiten, zum Beispiel für:
Die genannten Werte sind Richtwerte, die effektiven Löhne können je nach Arbeitgeber, Kanton und Gesamtarbeitsvertrag abweichen.
Die Arbeitskleidung wird den Expertinnen und Experten Notfallpflege vom Spital gestellt und in der Regel durch den hausinternen Wäschedienst gereinigt. Sie besteht meist aus einem pflegeleichten, atmungsaktiven Pflegedress in Kasack-Hosen-Form, der viel Bewegungsfreiheit für die körperlich anspruchsvollen Einsätze bietet. Das Material muss den Anforderungen der Spitalhygiene entsprechen und lässt sich bei hohen Temperaturen waschen. In vielen Institutionen ist das Personal der Notfallstation farblich von anderen Abteilungen abgehoben, damit es auch in hektischen Situationen rasch erkennbar bleibt. Für Einsätze mit erhöhtem Infektions- oder Verletzungsrisiko, etwa im Schockraum, kommt zusätzliche Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille oder Einwegkittel zum Einsatz. Festes, rutschfestes Schuhwerk gehört ebenfalls zur Grundausstattung, da lange Stehzeiten und rasche Bewegungen zum Berufsalltag gehören.
Das Nachdiplomstudium NDS HF Notfallpflege ist ein berufsbegleitendes Studium auf Tertiärstufe und dauert bei einem 100-Prozent-Pensum in der Praxis zwei Jahre, bei reduziertem Pensum entsprechend länger. Es umfasst gemäss Rahmenlehrplan der OdASanté rund 900 Lernstunden, die sich auf Schulblöcke an einer anerkannten Bildungsinstitution sowie auf praktische Einsätze in einer anerkannten Notfallstation verteilen. Das Studium schliesst mit einem eidgenössisch anerkannten Diplom ab und startet je nach Anbieter im Frühling und im Herbst.
ZG · Baar · Zuger Kantonsspital AG
ZH · Schlieren · Spital Limmattal
Der Weg zur Expertin oder zum Experten Notfallpflege NDS HF führt über ein zweijähriges, berufsbegleitendes Nachdiplomstudium auf Tertiärstufe. Zugelassen werden diplomierte Pflegefachpersonen HF oder Personen mit einem Bachelor of Science in Pflege FH, die mindestens sechs Monate Berufserfahrung im Akutpflegebereich eines Spitals oder einer Klinik mitbringen und während des Studiums in der Regel zu mindestens 80 Prozent auf einer anerkannten Notfallstation angestellt sind. Das Studium gliedert sich in schulische Blöcke an einer der anerkannten Bildungsinstitutionen sowie in praktische Einsätze im Betrieb und umfasst gemäss Rahmenlehrplan insgesamt rund 900 Lernstunden. Es schliesst mit einem eidgenössisch anerkannten Diplom als dipl. Expertin oder dipl. Experte Notfallpflege NDS HF ab, das schweizweit anerkannt ist.
Expertinnen und Experten Notfallpflege NDS HF arbeiten praktisch ausschliesslich auf Notfallstationen von Akutspitälern, von regionalen Spitälern bis zu grossen Zentrums- und Universitätsspitälern. Vereinzelt sind auch Einsätze in spezialisierten Notfallzentren für Kinder und Jugendliche möglich.
Mit der Weiterbildung zur Expertin oder zum Experten Notfallpflege NDS HF steht Fachpersonen ein breites Feld an weiteren Spezialisierungs- und Führungsmöglichkeiten offen. Je nach Interesse liegt der Fokus auf zusätzlicher fachlicher Vertiefung, auf Führungsaufgaben oder auf einem weiterführenden Studium.
Mit CAS- oder DAS-Lehrgängen etwa in Notfallmedizin, Schmerzmanagement oder Katastrophenmedizin lässt sich das Fachwissen gezielt vertiefen.
Wer Verantwortung übernehmen möchte, kann sich zur Stationsleitung oder zur Berufsbildnerin beziehungsweise zum Berufsbildner weiterentwickeln oder eine Weiterbildung in Leadership und Management absolvieren.
Ein Bachelor- oder Masterstudium in Pflege an einer Fachhochschule ermöglicht den Zugang zu erweiterten klinischen Rollen sowie zu Positionen in Lehre und Forschung.
Voraussetzung ist ein Abschluss als dipl. Pflegefachperson HF oder ein Bachelor of Science in Pflege FH, dazu mindestens sechs Monate Berufserfahrung im Akutpflegebereich sowie eine Anstellung auf einer anerkannten Notfallstation.
Bei einem 100-Prozent-Pensum in der Praxis dauert das berufsbegleitende Studium zwei Jahre, bei reduziertem Pensum entsprechend länger.
Der Lohn liegt je nach Erfahrung und Institution zwischen rund CHF 6'500 und CHF 9'500 brutto pro Monat, wobei Gesamtarbeitsvertrag, Kanton und Arbeitgeber die Höhe beeinflussen.
Ein direkter Quereinstieg ohne Pflegeausbildung ist nicht möglich, da eine abgeschlossene Grundausbildung als Pflegefachperson HF oder FH sowie Praxiserfahrung im Akutbereich Voraussetzung sind.
Ja, Studierende bleiben während des gesamten Nachdiplomstudiums bei ihrem Ausbildungsbetrieb angestellt und erhalten dafür einen Lohn, der sich meist am Niveau einer diplomierten Pflegefachperson orientiert.