Master of Science in Ernährung und Diätetik
Der konsekutive Master an der BFH vertieft klinische und wissenschaftliche Kompetenzen und öffnet Türen zu Forschung, Lehre und erweiterten Beratungsrollen.
Als Ernährungsberater/in FH unterstützt du gesunde und kranke Menschen dabei, ihre Ernährung an persönliche Bedürfnisse und Krankheitsbilder anzupassen. Du erstellst individuelle Ernährungspläne, führst Beratungsgespräche und begleitest Patientinnen und Patienten bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenleiden ebenso wie gesunde Menschen bei einer Umstellung ihrer Essgewohnheiten. Der Beruf verbindet naturwissenschaftliches Fachwissen mit psychosozialer Beratungskompetenz und wird in Spitälern, Praxen, Heimen oder der Lebensmittelindustrie ausgeübt. Er eignet sich für Menschen, die sich für Ernährung und Gesundheit interessieren, gerne mit unterschiedlichsten Personen im Gespräch stehen und komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich vermitteln möchten.
Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater FH klären im Gespräch die Lebenssituation, den Gesundheitszustand und die Ernährungsgewohnheiten ihrer Klientinnen und Klienten ab und erstellen darauf aufbauend eine Ernährungsdiagnose. Sie entwickeln individuelle Ernährungs- und Diätpläne, etwa für Menschen mit Diabetes, Nierenerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder nach einer Krebserkrankung. In Spitälern erkennen sie Mangelernährung frühzeitig und begleiten Patientinnen und Patienten während des Spitalaufenthalts sowie beim Übertritt nach Hause. Sie schulen auch Angehörige und Pflegefachpersonen, damit die Ernährungsempfehlungen im Alltag umgesetzt werden können. Ausserdem halten sie Vorträge zu gesunder Ernährung, wirken bei Präventionsprojekten mit und arbeiten eng mit Ärztinnen, Ärzten sowie Pflege- und Physiotherapiefachpersonen zusammen.
Tagesdienst · Akutspital
Hinweis: Der dargestellte Tagesablauf ist ein Beispiel und dient zur Orientierung. Je nach Institution, Einsatzbereich und konkreter Situation kann der tatsächliche Arbeitsalltag davon abweichen.
Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater FH arbeiten in der Regel zu Bürozeiten, meist zwischen 07:30 und 17:30 Uhr, ohne klassischen Schichtbetrieb. In Spitälern und Kliniken richten sich die Termine nach den Visiten und der Verfügbarkeit der Patientinnen und Patienten, Wochenend- oder Nachtarbeit ist aber unüblich. Der Beruf wird häufig in Teilzeit ausgeübt, viele Institutionen bieten Pensen zwischen 60 und 100 Prozent an. Selbstständig erwerbende Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater gestalten ihre Arbeitszeiten flexibel nach den Terminen ihrer Klientinnen und Klienten.
Der Lohn hängt von der Berufserfahrung, dem Arbeitgeber und der Region ab und liegt bei einer Anstellung im Gesundheitswesen deutlich höher als bei einer selbstständigen Praxis im Aufbau. Die folgende Übersicht zeigt typische Bruttolöhne pro Monat.
| Stufe | Bruttolohn |
|---|---|
| Ausbildung | |
| Berufseinstieg | CHF 5'700-6'400 brutto pro Monat |
| Mit einigen Jahren Berufserfahrung | CHF 6'400-7'200 brutto pro Monat |
| In Spezial- oder Führungsfunktion | CHF 7'500-9'000 brutto pro Monat |
Neben dem Grundlohn sind in Institutionen des Gesundheitswesens folgende Zulagen üblich:
Die Angaben sind Richtwerte, effektive Löhne variieren je nach Arbeitgeber, Kanton und Gesamtarbeitsvertrag.
Wer in einem Spital oder einer Klinik arbeitet, trägt meist die von der Institution zur Verfügung gestellte Berufskleidung, etwa einen Kittel über der eigenen Kleidung, da der direkte Patientenkontakt hygienische Anforderungen stellt. In der eigenen Praxis oder bei Vorträgen kleiden sich Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater gepflegt und neutral, ohne dass ein einheitlicher Standard vorgeschrieben ist. Zusätzliche Schutzkleidung wie Handschuhe kommt punktuell zum Einsatz, etwa bei Küchenbegehungen oder Hygienekontrollen. Da es für diesen Beruf keine verbindliche schweizweite Vorschrift zur Arbeitskleidung gibt, entscheidet letztlich die jeweilige Institution.
Der Weg zum eidgenössisch anerkannten Abschluss führt über ein Bachelorstudium in Ernährung und Diätetik FH. Vollzeit dauert das Studium 3 Jahre, berufsbegleitend oder im Fernstudium 4 bis 4.5 Jahre. Zugelassen wird, wer eine Berufsmaturität, eine gymnasiale Maturität oder eine gleichwertige Ausbildung vorweist und vor oder während des Studiums ein mehrwöchiges Pflegepraktikum in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens absolviert hat. Im Anschluss an das Studium ist ein obligatorisches, rund zehnmonatiges Praxis-Zusatzmodul in der Ernährungsberatung nötig, bevor der volle Berufstitel geführt werden darf.
Für die Zulassung zum Bachelorstudium Ernährung und Diätetik FH brauchst du eine Berufsmaturität, eine gymnasiale Maturität oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung sowie ein mehrwöchiges Pflegepraktikum in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens. Das Studium dauert 3 Jahre Vollzeit oder 4 bis 4.5 Jahre berufsbegleitend beziehungsweise im Fernstudium und verbindet Ernährungswissenschaft, Medizin und Beratungskompetenz mit einem hohen Praxisanteil in Praktika. Nach dem Studienabschluss folgt ein obligatorisches, rund zehnmonatiges Praxis-Zusatzmodul, bevor der volle Berufstitel geführt werden darf. Wer selbstständig oder in eigener fachlicher Verantwortung tätig sein will, braucht zusätzlich eine kantonale Berufsausübungsbewilligung.
Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater FH arbeiten vorwiegend in Spitälern, Rehabilitationskliniken, Alters- und Pflegeheimen sowie in eigenen oder angestellten Ernährungsberatungspraxen. Weitere Arbeitgeber sind Krankenkassen, die Lebensmittelindustrie, Bildungsinstitutionen und öffentliche Gesundheitsdienste.
Der Beruf bietet vielfältige Möglichkeiten zur fachlichen Vertiefung und zur beruflichen Weiterentwicklung. Mit wachsender Berufserfahrung übernehmen Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater zunehmend spezialisierte oder leitende Aufgaben.
Der konsekutive Master an der BFH vertieft klinische und wissenschaftliche Kompetenzen und öffnet Türen zu Forschung, Lehre und erweiterten Beratungsrollen.
Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist eine Vertiefung möglich, etwa in klinischer Ernährung, Pädiatrie, Sporternährung oder Onkologie.
Nach zwei Jahren Berufserfahrung können Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater mit einer kantonalen Berufsausübungsbewilligung eine eigene Praxis eröffnen.
Mit entsprechender Weiterbildung sind Lehraufträge an Fachhochschulen oder eine Mitarbeit in Forschungsprojekten möglich.
Nein, der Zugang erfolgt direkt über eine Berufsmaturität, eine gymnasiale Maturität oder eine gleichwertige Vorbildung sowie ein Pflegepraktikum. Eine vorgängige Berufslehre ist keine Voraussetzung.
Das Bachelorstudium dauert 3 Jahre Vollzeit oder 4 bis 4.5 Jahre berufsbegleitend beziehungsweise im Fernstudium. Danach folgt ein obligatorisches, rund zehnmonatiges Praxis-Zusatzmodul.
Der Lohn hängt stark von Erfahrung und Arbeitgeber ab, siehe dazu die Gehaltstabelle weiter oben. Zum Berufseinstieg liegt er meist im Bereich CHF 5'700-6'400 brutto pro Monat.
Ja, nach zwei Jahren Berufserfahrung ist eine selbstständige Tätigkeit mit eigener Praxis möglich, sofern eine kantonale Berufsausübungsbewilligung vorliegt.
Angeboten wird es an der Berner Fachhochschule BFH in Bern, an der Fernfachhochschule Schweiz FFHS sowie in der italienischen Schweiz über die SUPSI.